Mehr Wertschöpfung dank Biomasse

Energiegewinnung aus Biomasse und hier vor allem Holz stärkt unsere Wirtschaft. Und sie schafft direkt rund 20.000 „Green Jobs“ – sei es in der Land- und Forstwirtschaft, der Holzverarbeitung, im Brennstoffhandel oder der Herstellung von Heiztechnologie.

5 Milliarden € Gesamtumsatz

Die Energiegewinnung aus Biomasse stellt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Österreich dar. Durch die Nutzung von Biomasse und speziell von Holz wurde 2022 ein Gesamtumsatz von etwa 5 Milliarden € erzielt. Das entspricht etwa 36 % des Gesamtumsatzes aller erneuerbaren Energien. Außerdem schafft der Bereich der Biomasse beinahe 30.000 Vollzeitjobs. Das ist mehr als jeder zweite Arbeitsplatz in der Branche der erneuerbaren Energien.

Kessel und Öfen "made in Austria"

Österreichische Biomassekesselfirmen erzielten im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von rund 2,5 Milliarden € und beschäftigen etwa 8.800 Menschen. Im Jahr 2022 wurden in Österreich 23.000 Pelletskessel, 3.300 typengeprüfte Scheitholzkessel, 2.600 Stückholz/Pellets-Kombikessel und 2.250 Hackgutkessel "made in Austria" verkauft. Der Großteil der Produkte geht aber in den Export. Österreichische Biomasse-Kesselhersteller setzen 80 % ihrer Produktion im Ausland ab, vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien. Die Hersteller von Öfen und Herden erzielten 2022 einen Umsatz von 160 Millionen € und beschäftigten etwa 600 Mitarbeiter. Sie verkauften etwa 2.300 Pelletsöfen, 7.400 Herde und 12.600 Kaminöfen.

Erneuerbare Energie hebt Bruttoinlandsprodukt

Die Umstellung des heimischen Energiesystems von fossilen auf erneuerbare Energieträger schlägt sich positiv auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nieder. Das BIP ist Indikator für die wirtschaftliche Leistung Österreichs. Eine Ende 2020 präsentierte Studie der JKU Linz kommt zum Ergebnis, dass die Investitionen in Biomasse-Einzelfeuerungen  bis 2030 das BIP um 2,4 Milliarden € pro Jahr erhöhen und 42.000 zusätzliche Beschäftigte jährlich schaffen. 

Gut für die Kaufkraft

Jeder Euro für Öl ist ein verlorener Euro. Das gilt erst recht für das Haushaltsbudget. Im Vergleich zum am Weltmarkt gebildeten, extrem unbeständigen Heizölpreis bewegen sich die Preise von Holzbrennstoffen im Haushaltsbereich auf relativ konstantem Niveau. Anfang 2024 waren Pellets und Scheitholz um 40 % günstiger als Heizöl und um 60 % billiger als Erdgas. Bei Waldhackgut betrug der Kostenvorteil gegenüber Heizöl sogar 66 % und gegenüber Erdgas 77 %. Eine Heizkosteneinsparung durch Umstieg auf Biomasse-Brennstoffe verhilft den Haushalten zu mehr Kaufkraft und wirkt sich positiv auf unsere gesamte Wirtschaft aus.

Gut für Klima und Region

Eine Studie über die Klima- und Energie-Modellregion Hartberg zeigt: Mit Biomasse bleibt das Geld in der Region, werden Arbeitsplätze geschaffen und CO2-Emissionen reduziert.

Baum fällt - Arbeitsplatz entsteht

Der konsequente Einsatz von Holz statt Öl und Gas reduziert teure Energieimporte und schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. In einer Studie der Österreichischen Energieagentur im Auftrag des Österreichischen Klima- und Energiefonds über die Klima- und Energieregion Hartberg konnten diese Effekte nun erstmals konkret beschrieben werden. Die Nutzung von Bioenergie ist in höchstem Maße regional beschäftigungswirksam. Von der Waldpflege über den Transport bis zur Produktion von Scheitholzoder Hackgut – entlang der gesamten Wertschöpfungskette arbeiten Menschen an der Veredelung von Holz zum wertvollen Brennstoff. Und nicht zu wenig: Um die Heizwärme für ein Einfamilienhaus mit Nahwärme aus Biomasse zu erzeugen, sind 24 Arbeitsstunden nötig – allesamt in der Region. Im Vergleich dazu: Auch Öl schafft Beschäftigung – allerdings in erheblichem Ausmaß außerhalb der Region. Konkret bedeutet das, dass miteiner Ölheizung nur drei regionale Arbeitsstunden anfallen.

Modellregion Hartberg

All diese Zahlen stammen aus einer Studie, die sich erstmals intensiv mit der Wertschöpfung bei der Heizwärmeerzeugung auseinander gesetzt hat. Als Modell diente die Klima- und Energiemodellregion Hartberg und ihre ca. 12.600 Einwohner. Zum einendeshalb, weil der Anteil von Stadt- und Landbevölkerung annähernd gleich hoch ist. Zum anderen ist auch der derzeitige Energiemix interessant: Knapp die Hälfte der Heizwärme wird durch Holz aus der Region erzeugt, der Rest großteils durch Heizöl.

Das Ergebnis der Studie spricht eine klare Sprache und wird noch deutlicher,wenn man Extremszenarien betrachtet: Würde die Region Hartberg komplett mit Biomasse heizen, stiege die Zahl der Arbeitsplätze durch Betrieb und Wartung der Heizanlagen im Vergleich zu einer Komplettabdeckung mit fossilen Energien von 8,5 auf 61. Der Geldabflussaus der Region für Brennstoffe, Betrieb und Wartung der Anlage würde sich um 13,5 Mio. € reduzieren und die CO2-Emissionen durch das Heizen würden um 56.000 Tonnen verringert werden.

Regionale_Effekte.png
Extremszenarien zeigen wie sich eine Komplettabdeckung mit Biomasse bzw fossilen Energien auf Geldabfluss, Arbeitsplätze und CO2-Emissionen auswirkt.

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