Burgenland steigert Erneuerbaren-Anteil von 50% auf 70%
Hohe Treibhausgasemissionen im Verkehr belasten Klimabilanz

Durch einen starken Ausbau von Windkraft und Photovoltaik konnte das Burgenland seinen Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch Energie in nur drei Jahren von etwa 50 % auf über 70 % steigern und damit unter allen Bundesländern die Spitzenposition beim Erneuerbaren-Anteil ergattern, stellt der Österreichische Biomasse-Verband im Rahmen seines Energiewende-Checks der Bundesländer fest. Anders als in den anderen Bundesländern trägt die Wasserkraft im Burgenland aufgrund fehlender geeigneter Gewässer nur minimal zur Energieerzeugung bei. Bioenergie deckt dagegen 29 % des gesamten Energieverbrauchs und ist damit hinter Erdöl und Windkraft drittwichtigster Energieträger.
Das warme und sonnige Burgenland eignet sich sehr gut für die Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie, ist aber auch besonders stark von der Klimakrise mit zunehmenden Hitze- und Dürreperioden betroffen. Heuer wurde die schlechteste Getreideernte seit 56 Jahren eingefahren. Vor zwei Wochen wurde im burgenländischen Hornstein mit 28,5 °C Tiefstwert die heißeste Tropennacht Österreichs aller Zeiten verzeichnet. Ziel des 2025 beschlossenen burgenländischen Klimaschutzgesetzes ist die bilanzielle Klima- und Energieneutralität und eine Erzeugung von mindestens 9.300 GWh erneuerbarer Energie bis 2030. Als bisheriger Rekord stehen 6.875 GWh aus dem Jahr 2024 zu Buche.
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