Worauf ist bei der Qualität des Brennstoffes zu achten?

 

PELLETS

Verbraucher sollten sich beim Kauf von Pellets primär am ENplus-Zertifikat orientieren – nur die Qualität ENplus A1 ist für den Einsatz in Heizkesseln oder Pelletskaminöfen in Haushalten geeignet. Die gleichbleibende Qualität gewährleistet Effizienz und einen wenig schadensanfälligen Betrieb der Heizung. Die wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Pellets sind die helle Farbe, eine glänzende Oberfläche, geringer Feinanteil (Staub), hohe Festigkeit und geringer Aschegehalt. Außerdem sollten Pellets nicht länger als 45 mm sein.

SCHEITHOLZ

Für das richtige Heizen sind Scheite von einem halben Meter Länge und einem Durchmesser von 10 cm perfekt. Bei Ofenholz darf der Wassergehalt nicht mehr als 20 % betragen. Qualitativ hochwertiges Brennholz setzt eine sachgemäße Lagerung voraus. Ofenfertig aufbereitetes Brennholz erreicht den geforderten lufttrockenen Zustand – in Abhängigkeit von Holzart und Lagerbedingungen – erst nach ein- bis zweijähriger Lagerdauer. Für einen effizienten Trocknungsprozess muss das Holz gespalten sein. Je kleiner gespalten, desto größer die Oberfläche und desto schneller die Trocknung. Grundsätzlich können alle Holzarten zu Scheitholz verarbeitet werden. Nur stark verfaultes, verschmutztes oder mit chemischen Mitteln behandeltes Holz ist nicht geeignet.

Vorsicht ist beim Brennholzkauf im Baumarkt geboten: Die Qualitätszuordnung ist aufgrund von Bezeichnungen wie „halbtrocken“ und „in gewohnter Qualität“ nicht möglich. Achten Sie auf den angegebenen Heizwert und den Wassergehalt. Anders als beim Kauf vom örtlichen Waldbauern stammt das Baumarktholz oft aus dem Ausland. Kaufen Sie halbtrockenes Holz nur, wenn eine geeignete Lagermöglichkeit im Freien vorhanden ist. Bei der Verbrennung von feuchtem Holz ist viel mehr Energie erforderlich als bei trockenem. Denn der Scheitholzkessel muss das im Brennstoff steckende Wasser zunächst einmal verdampfen, bis er auch das Holz ausgasen lassen kann.

HACKGUT

Abhängig von der Stückgröße wird zwischen Feinhackgut, mittlerem Hackgut und Grobhackgut unterschieden. Die Bezeichnungen G 30, G 50 und G 100 wurden mit der ÖNORM EN ISO 17225 durch die Partikelgrößen P 16, P 31/P45 und P 63 ersetzt. Sie besagen, dass die Länge der Hauptfraktion ≤ 16 mm, ≤ 31 mm/≤ 45 mm bzw. ≤ 63 mm ist. Ferner gibt es die Qualitätsklassen A1, A2, B1 und B2. Um einen optimalen Betrieb zu garantieren, darf in kleinen und mittleren Hackgutfeuerungen ausschließlich trockenes, qualitativ hochwertiges Hackgut der Klasse A1 oder A2 verwendet werden. Feinhackgut ist besonders für Kleinanlagen geeignet, wobei übergroße Stücke und ein hoher Feinanteil (Staub) die Anlage beeinträchtigen können. Neben einem hohen Wassergehalt können Blätter, Nadeln, Rinde oder ein hoher Humusanteil im Brennstoff für den Verbrennungsablauf nachteilig sein.