Lagerung von Holzbrennstoffen und Pellets - Platzbedarf

 

PELLETS

In den meisten Fällen ist der Öltankraum groß genug, um auch die für den gleichen Heizzeitraum benötigten Pellets lagern zu können. Die Energiedichte der Pellets ist zwar nur halb so hoch wie jene von Heizöl, aber dafür füllen Pellets den Raum fast vollständig aus. Je nach Art der Austragung über Saugsonden oder eine Schnecke kann ein Schrägboden sinnvoll sein, um das Lager im Keller komplett entleeren zu können.

Für kleinere Lagerräume gibt es Systeme, die das Lagervolumen besonders effizient ausnützen. Typengeprüfte Pelletsbehälter dürfen unter Einhaltung von Mindestabständen zum Kessel nach den Brandschutz-Richtlinien (TRVB H 118) auch im Heizraum aufgestellt werden, wobei die Gegebenheiten vor Baubeginn immer mit dem zuständigen Rauchfangkehrer abgeklärt werden müssen. Der Lagerraum ist als Brandabschnitt auszuführen.

Bei Pellets ist besonders darauf zu achten, dass Verbindungen zu anderen Wohnräumen(E-Installationsschläuche, Schächte usw.) verschlossen werden. Der Lagerraum muss von außen befüllt (Entlüftung durch offene Stutzen) oder nach außen belüftet werden. Es ist darauf zu achten, dass die Lagerraumtür bzw. -luke umlaufend abgedichtet ist, damit Staubbelästigung beim Füllen verhindert wird.

Eine andere Lagermöglichkeit ist die Aufstellung eines Sackspeichers (Gewebetank). Er kann im Keller oder auch im Freien (unter Dach) oder in Garagen platziert werden. 

 

SCHEITHOLZ

Scheitholz muss trocken und luftig gelagert werden – die Beschickung des Heizkessels erfolgt händisch, in der Regel einmal täglich. Scheitholz benötigt etwa doppelt so viel Platz wie Pellets, bei Weichholz ist der Platzbedarf aufgrund des geringeren Heizwertes höher als bei Hartholz. Um 3.000 Liter Heizöl mit Scheitholz zu ersetzen, benötigen Sie ein Lagervolumen von rund 20 m3. Lagern Sie frisch gespaltenes Holz nicht in geschlossenen Räumen (z. B. Keller) und packen Sie es keinesfalls komplett in Plastikplanen ein. Bevorzugen Sie als Lagerorte sonnige und windexponierte Flächen im Wald selbst oder im Garten und schaffen Sie einen trockenen Untergrund (Paletten oder Rundhölzer). Ein Zwischenlager im Haus hält die Wege zum Kessel kurz.

HACKGUT

Der für Hackschnitzel benötigte Lagerraum ist relativ groß: Hackschnitzel benötigen etwa doppelt so viel Platz wie Scheitholz und viermal so viel wie Pellets. Hackgutheizungen kommen idealerweise ab einem durchschnittlichen jährlichen Heizölverbrauch von 4.000 Litern infrage. Typische Einsatzgebiete sind landwirtschaftliche und Holz verarbeitende Betriebe, Gewerbebetriebe, Mehrfamilienhäuser, öffentliche Gebäude sowie Mikro- und Nahwärmeanlagen. Hackschnitzel sollten in luftig und hoch gebauten Lagerhallen unter Dach gelagert werden, damit die Feuchtigkeit gut entweichen kann. Werden die Hackschnitzel nicht höher als 4 m aufgeschüttet, trocknen sie schneller durch. Während der Lagerung von Hackgut stellen vor allem Substanzabbau und Pilzsporenbildung eine Herausforderung dar; Hauptursache ist ein zu hoher Wassergehalt.