Feinstaub-Sektoren
Industrie, Verkehr und alte Allesbrenner sind die Hauptverursacher von Feinstaub in Österreich.

Wie ist es mit Feinstaub? Ist unsere Gesundheit in Gefahr?

Gefährde ich meine Gesundheit und diejenige meiner Mitmenschen, wenn ich mit Holz heize?

Nein, nicht wenn ich ein modernes Holzheizsystem verwende und dieses sachgemäß bediene. Die Feinstaubemissionen aus Haushalten bzw. Gebäuden sind in den letzten 30 Jahren um etwa ein Drittel zurückgegangen, obwohl es in dieser Zeit einen regelrechten Boom bei der Installation neuer Holzheizungen gegeben hat. Intensive Forschungstätigkeit und Innovationen haben in den vergangenen Jahren zu einer massiven Verringerung der Emissionen geführt.

Niedrigste Feinstaubbelastung seit Beginn der Messungen

Die Feinstaubbilanz des Umweltbundesamtes für 2019 hat die bislang niedrigste Feinstaubbelastung seit Beginn der Messungen gezeigt. Es wurde erstmals weder das Grenzwertkriterium nach Immissionsschutzgesetz-Luft noch jenes der EU-Luftqualitätsrichtlinie überschritten.

Laut der Österreichischen Luftschadstoffinventur stammt der größte Anteil der Feinstaubemissionen aus sogenannten Allesbrennern, einer veralteten Bauform von Scheitholzkesseln. Diese verursachen zwei Drittel der gesamten Feinstaubemissionen aus Kleinfeuerungen. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil der modernen Biomassekessel an den Feinstaubemissionen Österreichs nur bei 3,6 %, jener von Öfen und Herden beträgt 4,3 %. Der wesentlichste Aspekt für die Feinstaubreduktion ist, dass veraltete Feuerungsanlagen durch moderne, elektronisch geregelte, emissionsarme Feuerungen ersetzt werden.

Feinstäube aus unvollständiger Verbrennung problematisch.

Die Verbrennung von Holz erzeugt wie alle Verbrennungen Emissionen. Einige der Emissionen sind unvermeidbar, da sie ein Produkt der vollständigen Verbrennung sind und zwangsläufig aus den Bestandteilen des Holzes entstehen. Andere Emissionen resultieren aus unvollständiger Verbrennung und müssen möglichst vermieden werden. Dazu zählen vor allem Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und organische Anteile des Feinstaubs. Letztere können bei nahezu vollständigen Verbrennungsbedingungen vermieden werden.

Feinstäube aus alten, schlecht geregelten oder unsachgemäß betriebenen Biomassefeuerungen, aber auch Feinstäube aus alten Ölheizungen enthalten einen hohen Anteil an Partikeln aus unvollständiger Verbrennung. Diese Partikel weisen eine hohe Zytotoxizität auf. Dagegen sind Partikel aus ordnungsgemäß betriebenen automatisierten Biomassekesseln und Öfen hauptsächlich anorganisch und haben damit eine signifikant geringere oder sogar nicht nachweisbare Zytotoxizität.

Achten Sie auf das Umweltzeichen für Holzheizungen

Die österreichische Ofenbranche hat in den letzten Jahren intensive Verbesserungen der Verbrennungsqualität bei Öfen, Herde oder Kachelöfen erzielt. Der Erfolg zeigt sich darin, dass viele Produkte die anspruchsvollen Anforderungen des Österreichischen Umweltzeichens für Holzheizungen (UZ 37) erfüllen. Händisch beschickte Holzfeuerungen müssen für einen optimalen Betrieb auch richtig beheizt werden.

https://www.waermeausholz.at/vielfaeltig/richtig-einheizen-mit-holz/