Grafik zur Preisentwicklung von Energieträgern seit 1998
Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen haben sich Pellets und andere Holzbrennstoffe in den vergangenen Jahren als relativ preisstabil erwiesen.

Lohnt sich der
Umstieg auf Holz noch?

(20.11.2019) Ein Heizsystem bleibt in der Regel mindestens 20 Jahre in Betrieb. Die langfristige Entwicklung der Brennstoffkosten sollte daher die Grundlage für eine Investitionsentscheidung sein. Der Heizölpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst wie z.B. schwierigen geopolitischen Konstellationen, die Märkte reagieren dabei sehr sprunghaft. In den letzten Jahren haben vor allem die Reduzierung der Ölfördermenge und der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu Preisanstiegen geführt. Soviel ist sicher: Der Energiehunger der Welt wird langfristig steigen. Die Preise für Heizöl EL sind seit 1998 im Schnitt jährlich um 4,7 % gestiegen, wogegen die Preise für Pellets z.B. nur um rund 1,7% angezogen haben. Die Preise von Bioenergie sind vom Ölpreis weitgehend unabhängig, denn in Österreich genutzte Biomasse fällt zum Großteil als Nebenprodukt aus der Forst- und Holzwirtschaft an.

Die Anschaffungskosten für ein biogenes Heizungsystem beginnen im Privatbereich bei einigen hundert Euro für eine einfache Zusatzheizung. Der Preisvorteil kompensiert die höheren Investitionen aber auch bei automatischen Biomasseheizung in der Regel nach einigen Jahren. Bei Gebäuden mit größerem Wärmebedarf – beispielsweise Mehrfamilienhäusern, kommunale Gebäuden oder Gewerbebetrieben – amortisiert sich die Anschaffung aufgrund der niedrigeren Brennstoffkosten schneller. 

Beim Tausch eines Öl- oder Gaskessels gibt es attraktive Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Dagegen wird die Förderung für neue Ölkessel durch die Mineralölindustrie mit Ende 2019 eingestellt. Der Einbau von Ölkesseln im Neubau ist ab 2020 österreichweit verboten.