Grafik zur Preisentwicklung von Energieträgern seit 1998
Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen haben sich Pellets und andere Holzbrennstoffe in den vergangenen Jahren als relativ preisstabil erwiesen.

Lohnt sich der
Umstieg auf Holz noch?

(2.2.2015) Ein Heizsystem bleibt in der Regel 15 bis 20 Jahre in Betrieb. Die langfristige Entwicklung der Brennstoffkosten sollte daher die Grundlage für eine Investitionsentscheidung sein. Der Heizölpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst wie z.B. schwierigen geopolitischen Konstellationen, die Märkte reagieren dabei sehr spunghaft. Soviel ist sicher: Der Energiehunger der Welt wird langfristig wieder steigen. Vom Trend in den vergangenen Monaten abgesehen hat sich der Ölpreis in den vergangenen Jahren stetig nach oben entwickelt. So sind die durchschnittlichen jährlichen Preise für Heizöl EL seit 1998  im Schnitt um mehr als 7% gestiegen, wogegen die Preise für Pellets z.B. um rund 2,7% angezogen haben. Die Preise von Bioenergie sind vom Ölpreis weitgehend unabhängig, denn in Österreich genutzte Biomasse fällt zum Großteil als Nebenprodukt aus der Forst- und Holzwirtschaft an.

Die Anschaffungskosten für ein biogenes Heizungsystem beginnen im Privatbereich bei einigen hundert Euro für eine einfache Zusatzheizung. Der Preisvorteil kompensiert die höheren Investitionen aber auch bei automatischen Biomasseheizung in der Regel nach einigen Jahren. Bei Gebäuden mit größerem Wärmebedarf – beispielsweise Mehrfamilienhäusern, kommunale Gebäuden oder Gewerbebetrieben – amortisiert sich die Anschaffung aufgrund der niedrigeren Brennstoffkosten schneller.