Holz ist das
Rückgrat der Energiewende

Die Energiewende ist eines der großen Vorhaben unserer Generation. Sie bedeutet, dass wir in Zukunft unsere Energieversorgung komplett mit erneuerbaren Energien bewerkstelligen wollen – CO2-neutral und unabhängig von fossiler oder atomarer Energie.

Das fossile Zeitalter endet.

Kaum jemand zweifelt mehr, dass die Energiewende für uns und spätere Generationen überlebenswichtig sein wird. Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen sind erneuerbare Energien klimaneutral – das heißt, sie belasten unser Klima nicht durch zusätzliche Freisetzung von klimaschädlichem CO2. Zum anderen ist der Umstieg auf erneuerbare Energien die einzige Möglichkeit von den fossilen Ressourcen Gas, Kohle, Uran und vor allem Erdöl unabhängig zu werden. Die zunehmende Knappheit dieser Ressourcen zwingt uns, nach nachhaltigen Alternativen zu suchen.

Die Alternative: Sonne, Wind, Wasser …

Die Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl haben gezeigt, dass Atomkraft keine Alternative ist. Also setzen viele bei der Energiewende auf Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Tatsächlich leisten diese drei erneuerbaren Energien gute Arbeit: Durch die Zunahme an Windparks, Photovoltaikanlagen und die schon lange bestehende große Zahl von Wasserkraftwerken erzeugt Österreich schon jetzt einen großen Teil des Stroms auf erneuerbare Art und Weise.

Die Grafik zum Bruttoinlandsverbrauch erneuerbaren Energieträger zeigt, dass aus Biomasse mehr Energie erzeugt wird als aus allen anderen Erneuerbaren Energien.
Aus Biomasse wird schon jetzt mehr Energie erzeugt als aus allen anderen erneuerbaren Energien zusammen, das macht Holz mit einem Anteil von 46,5% zum wichtigsten erneuerbaren Energieträger.

... und vor allem Biomasse.

Mehr als die Hälfte der erneuerbaren Energie stammt aus Biomasse. Der Großteil davon ist Wärme aus Holz. Für die Energiewende ist das besonders wichtig, da wir mehr als die Hälfte unseres Energieverbrauchs für Wärme, etwa zum Heizen unserer Häuser und Wohnungen, und zur Warmwasseraufbereitung benötigen. Klassische elektrische Anwendungen wie der Betrieb von Elektromotoren, Beleuchtung und Elektrogeräte machen nur etwa 12 % unseres Energieverbrauchs aus. Auch für die Stromproduktion spielt Holz eine bedeutende Rolle: In sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann es in Strom und Wärme umgewandelt werden. Jede zweite Kilowattstunde Ökostrom wurde 2012 aus Biomasse erzeugt.

Mit Holz in eine nachhaltige Zukunft.

Der Anteil von Holz an unserem Energiebedarf ist schon jetzt respektabel – und er ist ausbaubar. Denn in Österreichs Wäldern wächst jedes Jahr mehr Holz nach als geerntet wird. Holzbrennstoffe sind ein Nebenprodukt der Holzernte und Holzverarbeitung. Je mehr Holz wir als Baustoff, für Holzmöbel oder andere Holzprodukte verwenden, umso mehr Holzbrennstoffe stehen uns zur Verfügung. Mit der Menge Restholz, die bei der Produktion eines Holzhauses anfällt, kann dieses bei guter Dämmung etwa 70 Jahre beheizt werden. Brennholz und Waldhackgut sind ein Nebenprodukt aus der Holzernte. Rinde und Sägespäne stammen aus der Holzverarbeitung im Sägewerk. Letztere werden zu Pellets weiterverarbeitet. Die Bioenergiebranche erwirtschaftet einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro und sichert mehr als 20.000 Arbeitsplätze. Das ist immerhin jeder 2. Arbeitsplatz im Bereich der Erneuerbaren. Von 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, die durch Erneuerbare ohne Großwasserkraft eingespart wurden, stammen 12 Millionen von Biomasse. Holz sichert Österreich also nicht nur wohlige Wärme – sondern auch Wohlstand.

Infografik weist 20.000 Jobs im Bereich Biomasse aus
Die energetische Verwertung von Holz schafft den Löwenanteil an „Green Jobs“ bei erneuerbaren Energien.